Geschichte und Region /Storia e regione 30/2 (2021)

Karlo Ruzicic-Kessler

Geschichte und Region /Storia e regione 30/2 (2021)

Grenzregionen im Kalten Krieg/Regioni di confine nella Guerra fredda

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  • ISBN 978-3-7065-6141-9
  • 272 Seiten,

Orte der Trennung, der Begegnung, des Konflikts und der Kooperation: Ein Heft zu Grenzen und ihren vielfältigen Bedeutungen.

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Orte der Trennung, der Begegnung, des Konflikts und der Kooperation: Ein Heft zu Grenzen und ihren vielfältigen Bedeutungen.

Grenzen und Grenzregionen sind Orte der Teilung, der Trennung, des Konfliktes, aber auch des Übergangs, der Verbindung, der Begegnung, der Kooperation und des Austauschs und spielen als solche eine zentrale Rolle in der europäischen Geschichte. Dieses Heft untersucht Grenzregionen im historischen Kontext des Kalten Krieges und stellt dabei verschiedene Fragen, wie etwa nach dem Einfluss von neuen Grenzen auf Gemeinschaften und historisch gefestigte ökonomische, soziale und politische Räume; nach dem Umgang von Staaten, Institutionen und Gemeinschaften mit der Situation in Grenzregionen; nach der Bedeutung des „Eisernen Vorhangs“ für Menschen, die aus dem Osten in den Westen ziehen wollten; nach den Möglichkeiten für Kooperation zwischen verschiedenen Regionen und nach der Entwicklung von historischen Konflikten in Grenzregionen abseits der Ost-West Teilung.

Das Heft geht diesen Fragen anhand von vier verschiedenen Regionen nach: die Röhn, das Burgenland, die Alpen-Adria-Region und Südtirol – vier Beispiele, die unterschiedliche Szenarien und Bedeutungen von Grenzen und Grenzregionen in Europa während des Kalten Krieges aufzeigen.

Inhalt

Karlo Ruzicic-Kessler: Editorial / Editoriale

Arndt Macheledt, Geteilte Rhön. Strukturelle Auswirkungen der innerdeutschen Grenze im ländlichen Raum 1945 bis 1961
Sarah Knoll, Flucht über den „Eisernen Vorgang“. Das Burgenland als Erstaufnahmeland im Kalten Krieg
Petra Mayrhofer/Karlo Ruzicic-Kessler, La regione Alpe Adria durante la Guerra fredda: un’eccezione nell’Europa divisa
Joachim Gatterer, Der Kalte Krieg in Südtirol. Gut für die Autonomie, schlecht für die Demokratie?

Aufsätze/Contributi
Walter Landi, Impresari, gastaldi, concessionari. Aristocrazie locali e industria mineraria nel territorio di Trento durante il Duecento
Michael Wedekind, Politisierungen von ‚Volkskultur‘ im Tirol des 20. Jahrhunderts. Von der Tracht und ihrer Unschuld
Giada Noto, Le colpe degli altri. Un’analisi dei verbali del Consiglio Provinciale di Bolzano sul „Monumento alla Vittoria“ (1948–2013)

Forum
Katarzyna Stokłosa, Leben am Eisernen Vorhang. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im „Ostblock“
Luciano Pomaro, Le prime raccolte di fiabe e di leggende trentine: genesi, modelli letterari e riferimenti storici
Francesca Brunet, Fotografie, fotografe e storia regionale: alcune note sulla mostra Frauenbilder / Signora fotograf(i)a

Rezensionen / Recensioni

Karlo Ruzicic-Kessler
Geschichte und Region /Storia e regione 30/2 (2021)
Grenzregionen im Kalten Krieg/Regioni di confine nella Guerra fredda

Seit mehr als 20 Jahren stellt die Zeitschrift „Geschichte und Region/Storia e regione" einen kritischen und originellen Orientierungs- und Bezugspunkt in der regionalgeschichtlichen Literatur Tirols dar. Mit ihrer thematisch breiten, interdisziplinären Ausrichtung und methodisch innovativen Ansätzen ist sie eine etablierte Alternative und Ergänzung zur klassischen Landesgeschichte. Eine Besonderheit ist die Zweisprachigkeit der Zeitschrift (deutsch-italienisch), die sich als Kontaktstelle und Scharnier zwischen der italienischen und österreichisch-deutschen Forschungslandschaft begreift.

Mit einem neuen, erweiterten Konzept versteht sich die Zeitschrift verstärkt als Forum für vergleichende Regionalgeschichte des mittleren Alpenraumes und versucht, das oft geforderte Desiderat eines Vergleichs neuer regionalgeschichtlicher Studien ein Stück weit umzusetzen.