Das Selbstverständliche tun

Maria Prieler-Woldan

Das Selbstverständliche tun

Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im Nationalsozialismus Mit einem Nachwort von Brigitte Menne

    24,90 *

    • lieferbar
    • ISBN 978-3-7065-5664-4
    • 240 Seiten, gebunden

    Maria Etzer wurde 1943 denunziert und wegen „verbotenen Umgangs“ mit Kriegsgefangenen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach ihrer Entlassung 1945 konnte sie jahrelang nicht in ihr Heimatdorf zurück.
    Die Studie entwirft dabei ein neues Konzept von Widerstand als „Lebenssorge“ für eine bislang kaum untersuchte Opfergruppe des Nationalsozialismus, die noch auf Rehabilitierung wartet.

    • * Preis inkl. Mehrwertsteuer.
    • Wir liefern in die EU und die Schweiz. Der Versand ist kostenlos ab EUR 50,-. Ansonsten betragen die Versandkosten EUR 5,-
    • Auch als Ebook erhältlich
    Artikelnummer: 5664 Kategorien: ,

    Maria Etzer wurde 1943 denunziert und wegen „verbotenen Umgangs“ mit Kriegsgefangenen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach ihrer Entlassung 1945 konnte sie jahrelang nicht in ihr Heimatdorf zurück.

    Die 53-jährige Witwe, Bergbäuerin, Mutter und Pflegemutter Maria Etzer wird 1943 bei der Gestapo denunziert. Sie sei männersüchtig, vernachlässige ihre Wirtschaft und unterhalte ein intimes Verhältnis zu drei Kriegsgefangenen. Maria Etzer wird wegen „verbotenen Umgangs“ mit Kriegsgefangenen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Wer hat sie denunziert? Ein Nachbar oder gar jemand aus der Familie?


    Nach ihrer Entlassung 1945 konnte sie jahrelang nicht in ihren Heimatort zurückkehren. Die katholische Bergbäuerin und Hitlergegnerin bemühte sich nach Kriegsende erfolglos um eine Opferfürsorgerente: Der bei ihr eingesetzte Kriegsgefangene sei ein fleißiger und williger Arbeiter gewesen, und so habe sie ihn auch behandelt. Die „Schande“ blieb jedoch an ihr haften, bis heute – wie auch an anderen Frauen aus dem Salzburgerland, die gleichen Vorwürfen ausgesetzt waren.


    Aus Erinnerungen der Enkelgeneration und Akten von Zuchthaus und Opferfürsorge wird das Schicksal Maria Etzers nachgezeichnet. Das Buch entwirft dabei ein neues Konzept von weiblichem Widerstand als „Lebenssorge“ und rückt eine bislang kaum untersuchte Opfergruppe des Nationalsozialismus, die noch auf Rehabilitierung wartet, in den Fokus.

    Maria Prieler-Woldan
    Das Selbstverständliche tun
    Die Salzburger Bäuerin Maria Etzer und ihr verbotener Einsatz für Fremde im Nationalsozialismus Mit einem Nachwort von Brigitte Menne
    •  
    •  
    • 24,90 *
    • ISBN 978-3-7065-5664-4
    • 240 Seiten, gebunden
    • Erscheinungstermin: 17.04.2018
    • lieferbar
    •  
    • Cover herunterladen (300 dpi)

    Maria Prieler-Woldan, Dr. phil., geboren 1958, Soziologin und historische Sozialforscherin, Linz (Österreich). Zahlreiche Publikationen, u.a. Von Kremsmünster nach Brasilien. Lebensbild Bischof Richard Weberberger (2015), Das Konzil und die Frauen. Pionierinnen für Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche (2013).