Maria Heidegger

Soziale Dramen und Beziehungen im Dorf

Das Gericht Laudegg in der frühen Neuzeit - eine historische Ethnographie

Maria Heidegger hat eine ganze Dorfgemeinschaft zum Leben erweckt, die Menschen im historischen Gerichtsbezirk Laudegg, ihre Schwächen, ihre Freuden, ihre Leiden mit und aneinander zum Sprechen gebracht. Lebendiger kann Geschichte nicht vermittelt werden. Es zeigt sich beispielhaft an dieser Arbeit, daß dort, wo konkret gelebte Wirklichkeit aus den Quellen herausgelesen wird, auch die vermeintliche Absenz von Frauen in der Geschichte als historiographische Illusion entlarvt wird. Das „unzüchtige Verhältnis“ etwa des Geörg Krismer wäre wohl ohne Kunigunde Grinin schwer möglich gewesen: Männer leben in Beziehungen mit und zu Frauen und umgekehrt.
Das Buch ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Geschichte Tirols, zur Sozialgeschichte, vor allem auch zur Frauen- und Geschlechtergeschichte. Aus zahlreichen historischen Quellen (Gemeindearchivalien, Pfarrbücher, Mirakelbücher, Verfach- und Gerichtsbücher des Landgerichts Laudegg) wurden die Beziehungen von Frauen und Männern, von den sozialen Räumen wie Gemeinde, Nachbarschaft, Haushalt und Verwandtschaft im ausgehenden 16. Jahrhundert aufgearbeitet und aufschlußreich dargestellt.


Maria Heidegger, 1969 Prutz (Tirol), studierte Geschichte und Politikwissenschaft, promovierte 1998 an der Universität Innsbruck. Seit 1996 ist sie als Lektorin an der Universität Innsbruck, Institut für Geschichte, tätig

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