Svjatoslav Pacholkiv

Vom Kahal zur Israelitischen Kultusgemeinde

Galizische Juden 1772-1790

Das Buch befasst sich mit dem Übergang der galizischen Judengemeinden von der mit weitreichenden politischen und fiskalischen Befugnissen ausgestatteten Kahalorganisation in Polen-Litauen zu den ausschließlich für kultische Angelegenheiten zuständigen, miteinander nicht assoziierten israelitischen Kultusgemeinden in der Habsburgermonarchie.
Eingehend wird die Rechtslage galizischer Judengemeinden vor 1772 erörtert. Ein weiteres Kapitel befasst sich mit der Übergangsperiode unter Maria-Theresia und der galizischen Judenordnung von 1776. Besonders ausführlich wird die Reformzeit unter Joseph II. dargestellt. Die Erfassung der jüdischen Bevölkerung und die Zuteilung „deutscher“ Namen ermöglichte ihre direkte Besteuerung durch den Habsburgerstaat. Die gesonderte jüdische Gerichtsbarkeit wurde aufgehoben. Das galizische Toleranzpatent vom 7. Mai 1789 löste die Kahalim durch sogenannte Judengemeindevorstände ab. Jüdische Gemeinden galten nun ausschließlich als politisch den Ortsgemeinden untergeordnete „religiöse Innungen“, jeder Zusammenschluss oberhalb einzelner Gemeinden wurde laut der Josephinischen galizischen Judenordnung von 1789 untersagt.
Die Folgen Josephinischer Reformen waren weitreichend, sie beeinflussten kulturelle und religiöse Selbstidentifikationen, politische Partizipation sowie die gesamte soziale und wirtschaftliche Entwicklung galizischer Juden während des darauffolgenden Jahrhunderts.


 

AutorInnen:


  • ISBN: 978-3-7065-5087-1

  • Umfang: ca. 300 Seiten, gebunden

  • Reihe: Schriftenreihe des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs

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  • in Herstellung

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