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Anna Rösch-Wehinger
Die Grünen in Vorarlberg
Von den sozialen Bewegungen zur Partei

Die Vorarlberger Grünen haben Geschichte gemacht. Als erster Grün-Gruppierung Österreichs gelang dem Wahlbündnis Alternative und Vereinte Grüne 1984 der Einzug in einen Landtag. Die politische Landschaft Vorarlbergs veränderte sich dadurch nachhaltig.
Wer aber waren diese Grünen, die erstmals auf den Bänken im ÖVP-dominierten Landtag Platz nahmen? Anna Rösch-Wehinger charakterisiert die Studenten-, Jugend-, Kultur-, Friedens-, Dritte-Welt-, Frauen- und Ökologiebewegung und deren Beitrag zur Entwicklung der Grünen. Besonderes Augenmerk gilt dem Entstehungsprozess des heterogenen Grünen Wahlbündnisses, das einerseits aus den systemkritischen linken Alternativen bestand und andererseits aus den bürgerlich konservativen Vereinten Grünen mit einem entscheidenden Naheverhältnis zu den Vorarlberger Nachrichten.
Die Formierung der Grünen Alternative 1986 und ihre Durchsetzung zur einzigen relevanten Grün-Partei rundet die Entstehungsgeschichte der Vorarlberger Grünen ab.



„Das Ausmaß an rückwärtsgewandtem Denken, einer Mischung aus ständestaatlichen und klerikalen Vorstellungen, die Vorarlberg noch vor vierzig Jahren beherrscht haben, ist heute selbst für einen, der die Zeit selbst erlebt hat, fast nicht mehr vorstellbar. Vorarlberg war das Land ohne Twist und Bikini, das Land, wo das Schillerdrama ‚Kabale und Liebe’ verboten wurde, das Land, das eine Universitätsgründung ausschlug, das Land, dem viele für immer den Rücken gekehrt haben. Und in eben diesem Land entwickeln sich in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts neue soziale Bewegungen, die sich in nur zehn Jahren zu einer neuen Partei bündeln, mit neuen Ansprüchen und Ideen und sogar Einflüssen auf die etablierten Parteien - das zu lesen, ist außerordentlich spannend und interessant. Allen Zeitzeugen empfohlen. Und allen anderen sowieso.“
ORF Vorarlberg, Christian Mähr


ISBN: 978-3-7065-4650-8

Reihe:
Tiroler Studien zu Geschichte und Politik
Band: 10

Umfang:
208 Seiten

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