Als in den Jahren 1770-1772 in den westlichen Gebieten der Habsburgermonarchie die Seelenkonskription durchgeführt wird, verfassen die daran beteiligten Militärs Berichte über die soziale und wirtschaftliche Lage in den einzelnen Ländern, die sogenannten "politischen Anmerkungen". Faszinierende Dokumente sind es, die dabei entstehen und die geradezu als Ausgangspunkt der josephinischen Reformen betrachtet werden können. Im vorliegenden Band werden sie zum ersten Mal gemeinsam ediert.
"Die in Editionsform zugänglich gemachte Quelle erlaubt interessante Einblicke in das Leben der Untertanen vor Ort, verzeichnet aber auch `die Stimme des kleinen Mannes`. Die ausführlichen Register erlauben schnellen Zugriff zu einzelnen Sachgebieten bzw. Personen und Orten."
Martin Scheutz„Mit großer Verve und dem Sinn für gelungene sprachliche Wendungen zeichnet der Autor den ‚Gang aufs Land‘ nach und durchstreift dabei auch die für eine Überwachungsgeschichte höchst aufschlussreichen, manchmal auch schlicht erheiternden Zonen der Häusernummerierung, der Vulgärnamen, der Wegzeiger.“
Südost-Forschungen, Stephan Steiner