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Heidemarie Uhl (Hrsg.)
Zivilisationsbruch und Gedächtniskultur
Das 20. Jahrhundert in der Erinnerung des beginnenden 21. Jahrhunderts

In den letzten Jahrzehnten sind der Holocaust im Nationalsozialismus und der "Zivilisationsbruch Auschwitz" verstärkt in das gesellschaftliche Bewusstsein vieler europäischer und außereuropäischer Länder gerückt.
Im Zusammenhang mit dieser neuen, transnationalen Auseinandersetzung mit den Gedächtnisorten des Holocaust geben die AutorInnen dieses Werks Antworten auf folgende zentrale Fragen:
Warum wurde der Holocaust erst Jahrzehnte nach 1945 als das Zentralereignis des 20. Jahrhunderts wahrgenommen?
Auf welchem Weg ist das - zunächst vornehmlich auf die Gedächtnisgemeinschaft der Opfer beschränkte - Gedenken an die jüdischen Opfer der NS-Verfolgung auf die gesamte Gesellschaft ausgeweitet?
Und welche Konsequenzen für die Interpretation des Holocaust hat seine nunmehrige Präsenz im Gedächtnis?
Analysen aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven und Kontexten befassen sich mit den Veränderungen des kollektiven Gedächtnisses seit 1945 im europäischen Vergleich und stellen die Frage nach den Ursachen und Implikationen für die Relevanz des Holocaust als historischer Bezugspunkt des "Weltgedächtnisses".

Mit Beiträgen von Dan Diner, Oliver Marchart, Cornelia Brink, Norbert Frei, Elisabeth Brainin, Ines Garnitschnig, Stephanie Kiessling, Alexander Pollak, Brigitte Straubinger, Heidemarie Uhl, Rudolf Jaworski, Tomasz Szarota und va Kovács.

"Gut lesbar und informativ geschrieben wird es nicht nur für Wissenschafterinnen und Wissenschafter von Interesse sein. Lehrerinnen und Lehrer, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auf breiter Ebene und alle Interessierten am Thema Gedächtniskultur werden von ihm angesprochen. Nicht zuletzt macht der gute Einblick in die österreichische Form des Umgangs mit dem Holocaust den Bans lesenswert."
Kirche und Israel - Neukirchener Theologische Zeitschrift

"Da sich die Autoren mit der politischen Erinnerungskultur nicht nur in Deutschland und in Österreich, sondern auch in Osteuropa beschäftigen, werden zudem die Unterschiede deutlich. Während sich im Westen Auschwitz als Referenz- und Angelpunkt der Geschichte der Moderne verdichtet, benennt Kovacs in ihrem Beitrag zwei Sätze, die über die ungarische Shoa fehlen: Die Opfer der Shoa sind unsere Opfer und Es schmerzt mich sehr! Solange die Shoa in Ungarn nicht als eigene Wunde erkannt werde, schreibt die budapester Professorin, könne sie auch nicht in der gemeinsamen Erinnerung heilen."
ZPol-Biografie

"Für die Beantwortung der kompakten Aufgabenstellung zeichnet ein internationales Ensemble aus Autorinnen und Autoren verantwortlich. Die gereihten Beiträge ließen sich nach der theoretischen Zugangsweise, sowie den zwei thematischen Schwerpunkten Generationen und Orte der Erinnerung bündeln."
www.literaturhaus.at

"This book contains exciting new work on the history and politics of memory and will be welcomed by scholars and students in an expanding, innovative field."
Contemporary Austrian Studies, Vol.13

"Of consistently high quality, the essays delve into changes in public perceptions and the evolution of scholarly studies concerning National Socialism from a variety of disciplinary and national perspectives wihtin a European context. (...)Two fascintating essays of particular interest to scholars of Austria are the study of the reception of the controversial 2002 exhebition of the Wehrmacht in Austria among high school students and the examination of the reception of the television series "Holocaust" aired in Austria in 1979. (...)Indeed, events following the Holocaust and changing the national contexts continue to shape its reception and analysis, as this volume most convincingly illustrates."
www.h-net.org

"Erinnerung an die Verbrechen des Nationasozialismus(...) von den Reaktionen in Österreich nach der Ausstrahlung der "Holocaust"-Serie (Heidemarie Uhl) über die Frage der transgenerationellen Transmission von Trauma (Elisabeth Brainin) bis zu Untersuchungen unter Schülern in Zusammenhang mit der Wehrmachtsausstellung (Ines Garnitschnig, Stephanie Kiessling, Alexander Pollak) (...)"
Wiener Zeitung

"(...) in vieler Hinsicht sehr verdienstvoll."
H-Soz-u-Kult

"(...) Texte, die für sich genommen verdienstvoll und lesenswert sind."
Neue Politische Literatur, Birgit Schwelling


ISBN: 978-3-7065-1923-6

Reihe:
Gedächtnis - Erinnerung - Identität
Band: 3

Umfang:
226 Seiten

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