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Einladung zur Buchpräsentation: Hellmut Butterweck "Nationalsozialisten vor dem Volksgericht Wien"

14.4.2016

Donnerstag, 14. April 2016, 18.30 Uhr
Jüdisches Museum der Stadt Wien GmbH
Dorotheergasse 11, 1010 Wien

Videobotschaft: Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter, Bundesminister für Justiz

Zum Buch: Mag.a. Dr. in Claudia Kuretsidis-Haider, Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes
Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien
Autor Hellmut Butterweck, freier Journalist in den Bereichen Zeitgeschichte, Wirtschaft und Kultur

Österreichische Gerichte fällten von 1945 bis 1955 über 13.000 Schuldsprüche gegen NS-Straftäter. Hellmut Butterweck holt den ganzen Komplex dieser Justiz ins Bewusstsein zurück. Mit ihren zu harten und ihren skandalös milden Urteilen. Mit dem vollen Kontrast zwischen zehn Jahren für einen kleinen Ortsgruppen- und für einen Kreisleiter, die Juden geholfen hatten, und einem Jahr für einen Lagerleiter, unter dessen Schreckensherrschaft Roma ihren eigenen Kot vom Lagerhof auflecken mussten. Gerechtigkeit war eben nicht nur eine Frage des Datums, sondern auch des Richters, der die Verhandlung leitete. In diesem Buch gewinnt die emotional aufgeladene Atmosphäre der frühen Nachkriegszeit, aber auch die Enttäuschung der NS-Gegner über den schnellen Übergang zur falschen "Befriedung" dramatische Lebendigkeit. Hellmut Butterweck schafft in seinem Buch nicht nur ein überaus lebendiges Bild einer hoch emotionalen, aber fast völlig vergessenen Auseinandersetzung der österreichischen Justiz mit den NS-Straftaten, sondern eröffnet auch einen überraschend neuen Blick auf den Alltag in der Nazizeit.

Hellmut Butterweck wurde 1927 in Wien geboren. Für die Kriegsindustrie zwangsrekrutiert, wurde er während des Krieges zum Regimegegner. Die Auseinandersetzung mit der Inhumanität ist ein zentrales Thema seiner Arbeit als Journalist und Autor. "Das Wunder von Wien" wurde 1982 im Theater in der Josefstadt uraufgeführt. Er schrieb u.a. die Bücher "Verurteilt und begnadigt - Österreich und seine NS-Straftäter", "Der Nürnberger Prozess - Eine Entmystifizierung" und den Roman "Tote im Verhör" über den ersten österreichischen Justizirrtum mit antisemitischem Hintergrund nach dem Zweiten Weltkrieg.

Helmut Butterweck
Nationalsozialisten vor dem Volksgericht Wien
Österreichs Ringen um Gerechtigkeit 1945-1955 in der zeitgenössischen öffentlichen Wahrnehmung
800 Seiten, broschiert, mit einem Vorwort von Univ.-Prof. DDr. Oliver Rathkolb

Termin

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