journal für begabtenförderung

journal für begabtenförderung 2/2010

Sensitivität nach Dabrowski

HerausgeberInnen: Franz J. Mönks/Marion Rogalla


Die Begabungsforschung und -förderung betont neben der Entwicklung zur Leistungsexzellenz wieder stärker die Persönlichkeitsentwicklung, den Willen zum Wachstum mit dem Ziel ein besserer Mensch zu werden, der zum Wohl der Gemeinschaft beiträgt.
Diesem wichtigen Anliegen widmete Kazimierz Dabrowski schon Mitte des 20. Jahrhunderts seine Forschungstätigkeit. Er machte darauf aufmerksam, dass die hohe Sensitivität (hohes Empfindungsvermögen) besonders begabter Menschen grundlegend für die Übernahme sozialer Verantwortung sei, aber als eine Störung verkannt werde. Deshalb verleugneten oder unterdrückten viele Menschen ihre Sensitivität, um normal und angepasst zu erscheinen. Dabrowskis Fallstudien zu kreativen Jugendlichen und Erwachsenen führten zur Beschreibung des hohen Empfindungsvermögens, welches Dabrowski als charakteristisches Persönlichkeitsmerkmal von Hochbegabten betrachtet. Er ist der Überzeugung, dass hohes Empfindungsvermögen von der Umwelt (insbesondere Eltern und Lehrpersonen) akzeptiert werden muss, damit sensitive Kinder ein positives Selbstbild entwickeln und höhere Entwicklungsstufen als der Durchschnitt der Menschheit erreichen können. Die Sensitivität und das Anderssein führen gemäß Dabrowski zu inneren Konflikten, die für eine höhere Entwicklung notwendig sind. Dies führte ihn zur Theorie der ‚Positiven Desintegration‘. Hier fordert er sensitive Menschen zu einer Unangepasstheit auf, die zur vollständigen Entfaltung beiträgt.
Diese Ausgabe lässt zeitgenössische Expertinnen und Experten zu Wort kommen, die Dabrowskis Theorien in Forschung und Beratung untersuchen und anwenden.


Aus dem Inhalt:
ZUM THEMA
Michael M. PIECHOWSKI: Ein Vogel, der zur Sonne emporsteigen kann: Erhöhte Sensitivität der Begabten
R. Frank FALK, Nancy B. MILLER: Dabrowskis Theorie: Untersuchungen zum hohen Empfindungsvermögen
Sal MENDAGLIO: Positive Desintegration: Der Prozess der Entwicklung in
Dabrowskis Theorie
FÜR DIE PRAXIS
Wieslawa LIMONT: Hohes Empfindungsvermögen und spezifische Begabungen
Alice BRAHAM, Stephanie SCHNEIDER-MAESSEN: Dabrowskis Bezug zur Praxis: Das Konzept des hohen Empfindungsvermögens – ein erweiterter Blick auf Hochbegabung
FALLGESCHICHTEN
Stephanie SCHNEIDER-MAESSEN: Peter, ein Kind mit einem hohen
Empfindungsvermögen
REZENSIONEN
Maria BOSMAN: Michael Piechowski: „Mellow Out“
Winfried HUMPERT: Sal Mendaglio: Dabrowskis Theory of Positive Disintegration

AutorInnen:


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